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Bereiten Sie sich heute schon auf die Themen der 3. Deutschen Kardiodiagnostik-Tage vor! Zum Themenblock Herzinsuffizienz empfehlen wir diese Fortbildungsbeiträge:
![]() | Ansätze zur Optimierung der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz von Christian Zugck, Andrew Remppis, Hugo A. Katus, Bernhard Rauch, Markus Haas Kardio up 2006(2): 51-70; DOI: 10.1055/s-2006-925250 Vollständiger Fortbildungsbeitrag als PDF |
Wesentliche Bausteine zur Verstetigung des Behandlungserfolges, Reduktion von Hospitalisierungen und Verbesserung der Lebensqualität sind strukturierte Schulungsprogramme, die dem herzinsuffizienten Patienten mehr Sicherheit im Umgang mit der eigenen Erkrankung bieten, die Compliance verbessern und ihn zu einem eigenverantwortlicheren Partner in der Arzt-Patienten-Beziehung machen. Auch wenn der Nutzen eines strukturierten Schulungsangebots unstrittig ist, besteht bislang noch kein genereller Konsens bezüglich Schulungsintensität und -häufigkeit. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass durch kontrollierte Trainingsprogramme nicht nur körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität, sondern offenbar auch die Lebenserwartung herzinsuffizienter Patienten verbessert werden kann. Die nach individuellen Erfordernissen maßgeschneiderten Trainingsprogramme sollten nicht nur auf jüngere Patienten beschränkt bleiben. Bislang werden solche Programme - im Gegensatz zum Koronarsport - jedoch außerhalb von Rehabilitationseinrichtungen nur punktuell angeboten. Vielversprechend sind Multidisziplinäre Ansätze, wie beispielsweise (I) die Einrichtung von Spezialambulanzen, (II) die Implementierung von speziell ausgebildeten Pflegekräften („Heart failure nurses”), (III) die Einrichtung von spezialisierten Call Centern (u. a. regelmäßige Telefonkontakte) und (IV) der Einsatz der Telemedizin (u. a. regelmäßige Übertragung von Vitalparametern). Der potentielle Benefit all dieser Modalitäten ist unbestritten, erlauben sie doch nicht nur eine bessere Umsetzung einer leitlinienkonformen Therapie, sondern auch eine effizientere Überwachung des Krankheitsverlaufs. Durch welchen der Ansätze oder durch welche Kombination von Ansätzen sich das Management herzinsuffizienter Patienten am effektivsten verbessern lässt, hängt von individuellen Faktoren (u. a. Alter, Mobilität) ab und ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Dies gilt es bei der Entwicklung strukturierter Behandlungsprogramme (DMPs) zu berücksichtigen, damit diese auch unter gesundheitsökonomischen Aspekten breite Akzeptanz finden können. Sicher ist aber schon jetzt, dass sich nur durch strukturierte, sektorenübergreifende Langzeitprogramme das Management herzinsuffizienter Patienten optimieren lässt. |
